Hoffen und bangen um das lädierte Knie

Bastian Schweinsteiger droht eine lange Pause – mal wieder. Der deutsche Fußball-Weltmeister spielte am Samstag mit dem englischen Rekordmeister im FA Cup gegen Sheffield United. Bei einem Pressschlag verdrehte sich Schweinsteiger das Knie.
Wie lange er ausfällt, ist unklar. Der 31-Jährige wird noch untersucht. Eine erneute Zwangspause könnte für Schweinsteiger aber Folgen haben, vor allem im Hinblick auf die Europameisterschaft im Juni. Eine Analyse.

DIE EUROPAMEISTERSCHAFT
In fünf Monaten beginnt in Frankreich die Europameisterschaft. Ob Kapitän Schweinsteiger die DFB-Auswahl dann allerdings als Kapitän auf den Platz führt, ist fraglich. Mit Spielern wie Real Madrids Toni Kroos, dem Dortmunder Ilkay Gündogan und dem derzeit bei Juventus Turin stark aufspielenden Sami Khedira ist die deutsche Nationalmannschaft im defensiven Mittelfeld bestens besetzt.
Schweinsteiger braucht Spielpraxis, um keine Diskussion über eine Nominierung in der Nationalelf aufkommen zu lassen. Eine erneute Pause würde den 31-Jährigen dabei zurückwerfen. Zwar ist der Kapitän als Anführer auf dem Platz enorm wichtig, sportlich aber ersetzbar. Nicht unwahrscheinlich, dass er bei der EM erstmal auf der Bank Platz nehmen muss.

DIE ROLLE IM VEREIN
Ein halbes Jahr spielt Schweinsteiger seit seinem Wechsel im vergangenen Sommer bei Manchester United. Wirklich angekommen ist er dort aber noch nicht. Sein Trainer Louis van Gaal kritisierte ihn mehrfach öffentlich und forderte bessere Leistungen. Die englischen Fußball-Legenden Paul Scholes und Gary Lineker warfen dem Deutschen vor, sein Spiel sei langsam und eindimensional.
Mit guten Leistungen könnte Schweinsteiger seine Kritiker Lügen strafen – das ist verletzt allerdings nicht möglich. Spieler wie Morgan Schneiderlin und Michael Carrick könnten die Abwesenheit Schweinsteigers ausnutzen und sich in Manchesters Startelf festspielen.

DER KÖRPER
Die Krankenakte des ehemaligen Münchners ist extrem lang. Vor allem das Sprunggelenk und die Patellasehne machten dem 31-Jährigen immer wieder Probleme. Auffallend: Je älter Schweinsteiger wird, desto länger fällt er auch aus. Laut dem Internetportal Transfermarkt.de fehlte er seit Januar 2014 schon 210 Tage aufgrund einer Verletzung. Die Vermutung liegt nahe, dass Schweinsteiger seinem Körper zu viel zumutet.

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