Verletzungspech beim FC Bayern: Das ist nicht normal

Der Auftakt zur Rückrunde der Fußball-Bundesliga war für den FC Bayern München eher ernüchternd. Der 2:1-Sieg gegen den HSV war, sagen wir mal, mühsam. Schlimmer war allerdings die Verletzung von Jerome Boateng. Der fällt erstmal die nächsten drei Monate aus – mindestens, sofern es keine Wunderheilung gibt. Auch, wenn ich jetzt kein Arzt bin: Wie zur Hölle kann es sein, dass sich bei einem Bundesligisten, der zigtausend Euro im Jahr für medizinisches Personal ausgibt, ständig Spieler verletzen?

Dazu habe ich eine schöne Grafik auf Twitter gefunden. Sie wurde vom Nutzer Tobi alias @redrobbery erstellt:

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Die gestrichelten Linien geben immer einen Trainerwechsel an. Wir sehen also: Seit der letzten gestrichelten Linie, die für den Amtsantritt von Pep Guardiola stehen, verletzen sich die Spieler noch häufiger.

Die Frage nach dem Warum

Wieso, weshalb, warum das so ist, darauf kann ich an dieser Stelle keine Antwort geben. Wie gesagt, ich bin kein Mediziner und auch nicht beim Verein angestellt. Daher kann ich nicht sagen, ob Guardiola zu intensiv oder falsch trainieren lässt.

Etwas Rücksicht muss man bei dieser Statistik auch bei den Personalien Franck Ribéry und Arjen Robben nehmen. Die waren schon immer extrem verletzungsanfällig. Ob es jetzt Muskelverletzungen waren oder nicht, sei mal dahingestellt.

Verletzungen sollten zum Nachdenken anregen

Auch wenn ich die Frage nach dem Warum nicht klären kann, eines kann ich dann doch sagen: Ein derart professioneller Verein sollte sich mal Gedanken machen, wenn sich die eigenen Spieler ständig verletzen. Natürlich kann man Verletzungen nie komplett ausschließen, das ist unmöglich und kann quasi jedem passieren. Man sollte sich aber auch nicht nach jedem Vorfall vor die Kamera stellen und diese abstempeln nach dem Motto „Kann ja mal passieren“.

Dafür sind jetzt einfach schon zu viele Spieler in dieser Saison ausgefallen. Und natürlich sind langsam auch die Fans, sagen wir mal irritiert. Wie gesagt: Als „Normalsterblicher“ kann man es einfach nicht nachvollziehen, wie es bei diesem medizinischen Stab möglich ist, dass fast nach jedem Spiel das Lazarett größer wird.

Daher wäre sinnvoll, wenn die Bayern mal ihre eigenen Methoden hinterfragen würden. Notfalls muss eben das Training umgestellt werden, müssen die Regenerationsphasen anders aufgebaut sein etc. Da gibt es viele Schrauben, an denen man drehen kann.

Nur einfach stupide weitermachen wie bisher und darauf hoffen, dass alles von selbst besser wird, sollte man nicht. Dass das nichts bringt, sieht man ja gerade sehr schön.

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