Wie sicher ist der Fan im Stadion?

Nach den Terror-Anschlägen von Paris und dem abgesagten Länderspiel in Hannover im November herrschte eine große Diskussion: Sind Fans im Fußballstadion noch sicher? Ganz ehrlich, die Antworten der Medien zu diesem Thema waren eher schwammig. Daher bekommt ihr von mir jetzt die Aufklärung.

Keine Panik, liebe Leute

Machen wir es kurz: Nein, Fans müssen im Fußballstadion keine Angst haben. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Bei Großveranstaltungen fallen mir eigentlich kaum Plätze ein, die ähnlich gut gesichert werden können.

Wem diese Antwort nicht genügt: Hier die Gründe für meine Meinung:

  • Die Einlasskontrollen. Diese sind zwar definitiv nicht so gründlich, wie sie sein müssten (dazu folgt die Tage noch ein Blog), aber sie sind ausreichend. Zumindest sollte man Gegenstände, mit denen man ernsthaft große Gruppen von Menschen in Gefahr bringen kann, selbst bei der schlampigsten Durchsuchung gefunden werden. Ganz ehrlich, Bomben und Pistolen schmuggelt man nicht einfach so in „Körperöffnungen“ ins Stadion. Und selbst wenn sich jemand mit Gewalt an den Ordnern am Eingang vorbeischleust, stehen in der Umgebung zumeist genügend Polizisten, die eingreifen könnten.
  • Damit sind wir auch beim nächsten Punkt. Rund um ein Fußballstadion sind in der Regel sehr viele Polizeistreifen unterwegs. Zu Fuß, im Auto, auf einem Pferd: Sollte irgendwo etwas anbrennen, könnten alle Beamten schnell vor Ort sein, schließlich sind sie in unmittelbarer Nähe des Stadions.
  • In die Nähe eines Stadions zu kommen, ist nicht so schwer. Wirklich reinzukommen, aber schon. Teilweise sind die Bundesliga-Stadien noch vor den eigentlichen Eingängen umzäunt, spätestens direkt davor werden ungebetene Gäste dann von einem Zaun gebremst. Und wer einfach so über einen solchen klettern will, wird definitiv bemerkt und gestoppt.
  • Die Tickets. Wer in einem Stadion Unheil anrichten will, muss erstmal rein. Die Chancen, das gewaltsam und unbemerkt zu schaffen, gehen gen Null. Die Gefahr, für einen potenziellen Attentäter vorher gestoppt zu werden, ist groß. Also müsste er irgendwie ins Stadion reinkommen. Und dafür braucht er Tickets. Gut, über Internetportale sind diese relativ leicht zu erstehen. Das wäre auch die einzige Möglichkeit, denn direkt über den Verein kommen Nicht-Mitglieder meistens sowieso nicht an Karten.

    Am sichersten ist der Fan aber in einem Fanblock. Da kommen selbst Vereinsmitglieder eigentlich nur rein, wenn sie Verbindungen zu den Ultras haben. Eine fremde Person wird da sicherlich keine Chance haben.

Klar, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Wer Unheil stiften will, würde das wohl auch irgendwie hinbekommen. Aber ich bin mir sicher: In Deutschland braucht sich ein Zuschauer aufgrund der oben genannten Punkte keine Sorgen machen, wenn er ins Stadion geht. Denn falls wirklich ernsthafte Gefahr bestehen würde, wird ein Stadion eben auch mal geräumt – geschehen erst kürzlich in Hannover.

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