Schneller, schneller – Marcel Heller

Der Darmstädter Publikums-Liebling Marco Sailer brachte es nach dem Abpfiff der Partie gegen Hannover auf den Punkt: „Der Verein besteht nicht nur aus Marcel Heller. Aber heute ganz bestimmt“ sagte er in die Fernseh-Mikrofone.

Die Bundesliga-Rückkehr nach 33 Jahren verlief gut für die Lilien. Gegen Hannover 96 holte der Aufsteiger ein verdientes 2:2-Unentschieden, war über weite Strecken sogar besser. Den entscheidenden Unterschied machte der eben angesprochene Heller.

Der an diesem Tag beste Darmstädter glänzte vor allem mit zwei Toren. Das 1:0 in der 31. Minute erzielte er nach einem Sprint über das halbe Spielfeld, beim Treffer zum 2:1 in der 54. Minute nahm er Hannovers Miiko Albornoz den Ball ab und versenkte diesen anschließend im Tor.

Den ohnehin schon guten Tag von Marcel Heller rundeten dann noch die Fans der Darmstädter ab. Die feierten ihren Doppelpacker und sangen „Schneller, schneller – Marcel Heller“.

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FC Ingolstadt: Der Schlager-Neffe und das historische Tor

Kaum hatte Schiedsrichter Guido Winkmann das Spiel zwischen dem FSV Mainz 05 und dem FC Ingolstadt abgepiffen, rannte Gästetrainer Ralph Hasenhüttl freudestrahlend auf den Platz und klatschte mit seinen Spielern ab. Der Jubel über den 1:0-Sieg in Mainz war riesig beim Bundesliga-Aufsteiger.

Dabei hatte zuvor wohl kaum jemand damit gerechnet, dass der FCI bei seinem ersten Bundesliga-Spiel Zähler mitnehmen würde. „Das ist Wahnsinn, sensationell. Wir haben mit dieser geilen Truppe Geschichte geschrieben“, sagte Hasenhüttl nach Abpfiff vor den TV-Kameras.

Das entscheidende Tor für sein Team erzielte der Österreicher Lukas Hinterseer. Der 24-jährige Stürmer ist der Neffe des Schlägersängers Hansi Hinterseer und trug sich mit dem Treffer in die Geschichtsbücher ein. Er ist der erste Torschütze in der Bundesliga-Geschichte der Ingolstädter. „Irgendwer musste das Tor ja machen“, kommentierte Hinterseer gegenüber den Journalisten nach dem Spiel seinen entscheidenden Treffer: „Das ist ein super Gefühl. Jetzt muss ich bestimmt was springen lassen aber das mache ich gern.“

Besonders bemerkenswert am Triumph der Ingolstädter: Der FSV Mainz wurde nur mit Spielern besiegt, die in der vergangenen Saison auch in Liga zwei auf dem Platz standen. Keiner der vier Neuzugänge spielte von Anfang an.

Das war aber auch nicht nötig, denn selbst ohne die Sommer-Transfer spielte Ingolstadt gut mit. Der Aufsteiger ließ in der Defensive wenig zu, hatte die Mainzer unter Kontrolle – das zeigt die Zweikampfquote von 51 Prozent. Im Angriff war der FCI selten gefährlich. Das war aber nicht weiter schlimm, schließlich war Hinterseer im entscheidenden Moment zur Stelle