Die „Alte Dame“: In Europa top, in der Liga flop

Borussia Mönchengladbach steht in der Champions League vor einem entscheidenden Spiel. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt tritt das Team von Trainer André Schubert heute Abend bei Juventus Turin an. Ein Sieg ist dabei fast schon Pflicht, wollen die Borussen in der europäischen Königsklasse überwintern. Die wichtigsten Fakten zum italienischen Rekordmeister vor dem Spiel:

DIE AUSGANGSLAGE
Juventus kommt in der Liga nicht in Gang. Nach acht Spieltagen belgen die Turiner nur Platz 14 in der Tabelle. Umso besser läuft es in der Champions League. Da haben die Italiener ihre ersten beiden Spiele gegen Manchester City und den FC Sevilla gewonnen, führen die Gruppe D mit sechs Punkten an.

DIE POKALHISTORIE
Den Turinern gelang es bisher zweimal, die Champions League beziehungsweise den Europapokal der Landesmeister, wie der Wettbewerb bis zu Beginn der Saison 1992/93 hieß, zu gewinnen. In der Saison 1984/95 besiegte die „Alte Dame“ den FC Liverpool mit 1:0 im Finale. Im Endspiel 1996 bezwangen die Italiener Ajax Amsterdam mit 4:2 im Elfmeterschießen.

DIE DEUTSCHEN ITALIENER
Bei Juventus Turin haben bislang sechs Kicker aus Deutschland gespielt. Den Anfang machte Helmut Haller, der 1968 vom FC Bologna zu Juve wechselte. Thomas Häßler blieb 1990 für eine Saison beim italienischen Rekordmeister, Jürgen Kohler kam 1991 vom FC Bayern zu Juve und spielte dort vier Jahre.
Im gleichen Jahr folgte ihm sein Münchner-Mitspieler Stefan Reuter nach Turin, der aber nach einem Jahr wieder nach Deutschland wechselte. Auch Andreas Möller lief von 1992 bis 1994 für die „Alte Dame“ auf.
Seit Sommer diesen Jahres steht Weltmeister Sami Khedira bei Juve unter Vertrag. Der steht nach auskuriertem Muskelfaserriss seit Oktober wieder im Kader und kommt immer besser in Form.

DIE NEGATIVSTATISTIK
Juventus Turin traf in seiner Vereinsgeschichte erst zweimal auf die Gladbacher, konnte aber keines der beiden Duelle gewinnen. Im Europapokal der Landesmeister spielten die Klubs in der Saison 1975/76 im Achtelfinale gegeneinander. Das Hinspiel verloren die Italiener mit 0:2, im Rückspiel gab es immerhin ein 2:2.

DIE PERSONALIEN
Vor dem Spiel gegen die Borussia bangen die Italiener um ihren Torhüter Gianluigi Buffon. Der hat sich am Sonntag beim Spiel gegen Inter Mailand verletzt, sein Einsatz ist noch fraglich. Zudem fehlen die Abwehrspieler Martin Caceres und Stephan Lichtsteiner, der Anfang des Monats am Herzen operiert werden musste.

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Vor dem Anpfiff: Auf die Favoriten warten Stolpersteine

Die besten Teams der Fußball-Bundesliga haben an diesem Wochenende ein auf den ersten Blick ein eher leichtes Programm vor sich. Dennoch haben die Gegner von den Bayern, Dortmund Co. eines gemeinsam: Sie können alle zum Stolperstein für die großen Klus werden.

1.Hoffenheim – Bayern München. Haben die Gastgeber überhaupt eine Chance? Nach der 5:0-Gala gegen den HSV scheinen sich die Münchner in einer ausgezeichneten Form zu befinden. Gegen Hoffenheim haben die Bayern zudem noch nie verloren. Klare Anzeichen dafür, dass TSG-Keeper Oliver Baumann heute einige Tore eingeschenkt bekommt.
Einziges Problem: Die Konteranfälligkeit der Münchner. Die schnellen TSG-Spieler wie Kevin Volland und Jonathan Schmid würden diese Schwachstelle der Bayern wohl nur zu gerne ausnutzen.

2.Ingolstadt – Dortmund. Blamieren sich die Dortmunder in Ingolstadt? Aufsteiger Ingolstadt darf gegen den BVB auf Punkte hoffen. Zumindest, wenn die Dortmunder in der Liga so spielen wie am Donnerstag in der Europa-League-Qualifkation gegen den norwegischen Klub Odds BK. Nach gut 20 Minuten lagen die Dortmunder mit 0:3 hinten, spielten eine katastrophale erste Hälfte. Am Ende siegten die Dortmunder zwar noch mit 4:3, souverän war der Auftritt dennoch nicht.

3.Hannover – Leverkusen. Gehen Bayer die Spieler aus? Abwehrchef Ömer Toprak: Sehnenriss, spielt erst in der Rückrunde wieder. Innenverteidiger Tin Jedvaj: Oberschenkelprobleme, Rückkehr ungewiss. Neuzugang Charles Aranguiz: Verletzte sich am Donnerstag im Training, Achillessehnenriss, fällt die nächsten Monate aus. Das Lazarett der Leverkusener wird vor der Partie in Hannover immer größer. Gut möglich also, dass Bayer nochmal auf dem Transfermarkt zuschlägt. Angeblich ist der Münchner Sebastian Rode im Gespräch.

4.Köln – Wolfsburg. Was ist mit Kevin de Bruyne? Bleibt er oder bleibt er nicht? Hat Manchester City inzwischen das Angebot auf 100 Millionen Euro aufgestockt? Oder steigen jetzt noch Real Madrid und Barcelona in den Poker ein? Die Wechselgerüchte um Kevin de Bruyne nehmen einfach kein Ende. Wer weiß, ob sich die Wolfsburger bei diesem Theater noch auf das Spiel am Samstag konzetrieren können.

5.Gladbach – Mainz. Welche Mannschaft kriegt die Kurve? Das Duell der Enttäuschten. Gladbach kassierte vergangene Woche eine peinliche 0:4-Klatsche in Dortmund, die Mainzer wurden von Aufsteiger Ingolstadt überrumpelt und verloren verdient mit 0:1. Unter normalen Umständen wäre die Borussia ja im Duell gegen den FSV der klare Favorit. Aber wie hat das Team von Trainer Lucien Favre diesen enttäuschenden Saisonauftakt verkraftet? Ein erneuter Patzer gegen Mainz scheint nicht unmöglich.