Der 1. FC Köln im Bundesliga-Test: Angriff der jungen Wilden

Beim 1. FC Köln war man mit dem Verlauf der vergangenen Saison zufrieden. Mit Tabellenplatz zwölf wurde das Ziel Klassenerhalt schon am 32. Spieltag erreicht. Während die Fans in Paderborn, Freiburg, Hamburg und Hannover noch bis zur allerletzten Spielminute der Saison zittern mussten, gingen die Kölner ganz entspannt in die letzten beiden Spieltage.

Neben der Mannschaft haben vor allem Trainer Peter Stöger und Manager Jörg Schmadtke gut gearbeitet, das Maximum aus ihren Möglichkeiten herausgeholt. Trotz der schmerzhaften Abgänge von Verteidiger Kevin Wimmer und Stürmer Anthony Ujah haben die FC-Verantwortlichen die Mannschaft im Sommer sinnvoll verstärkt. Mehr als „nur“ der Klassenerhalt – für Köln in der kommenden Saison definitiv machbar.

Stars & Sterne

Den einen Riesen-Star gibt es in Köln nicht. Oder besser gesagt: noch nicht. Vor allem die jungen Spieler rücken beim FC immer mehr in den Fokus.
Der 22-jährige Torhüter Timo Horn spielte vergangene Saison stark, Linksverteidiger Jonas Hector spielte zuletzt sogar regelmäßig in der Deutschen Nationalmannschaft. Im Fokus steht auch der aktuell noch verletzte Innenverteidiger Dominic Maroh.

Trainer & Taktik

Bevor Peter Stöger den 1. FC Köln im Juni 2013 als Trainer übernahm, herrschte auf dieser Position nur wenig Konstanz. Von 2009 bis 2013 waren beim FC sechs Coaches – einschließlich Interimstrainer – im Amt. Stöger brachte endlich Ruhe in den Verein, führte die Kölner mit viel Sachverstand zur Meisterschaft in Liga zwei und erreichte den Klassenerhalt in der Bundesliga souverän.
Der 49-jährige Österreicher passte sein System in der Vergangenheit oftmals an den Gegner an. Bevorzugt ließ er aber ein 4-4-2 oder ein 4-2-3-1 spielen.

Neue & Neues

Die Verkäufe im Sommer haben den Geißböcken knapp 13 Millionen Euro in die Kasse gespült. Investiert wurde das Geld unter anderem in Anthony Modeste. Der Ex-Hoffenheimer soll den abgewanderten Anthony Ujah im Sturm ersetzen.
Neben dem 27-jährigen Stürmer haben die Kölner auch einige vielversprechende junge Talente verpflichtet. Von Borussia Dortmund kam Mittelfeldmann Milos Jojic (23), Leonardo Bittencourt wechselte von Hannover 96 zum FC. Der 21-Jährige hat in der Bundesliga bereits bewiesen, dass er eine sinnvolle Verstärkung auf Rechtsaußen sein kann.
Für die Abwehr wurden zwei weitere vielversprechende Talente an den Rhein gelotst. U21-Nationalspieler Dominique Heintz (21) spielte zuvor in Kaiserslautern, der 23-jährige Innenverteidiger Frederik Sörensen wechselte von Juventus Turin nach Köln.

Die Prognose

In Köln wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von Erfolgen früherer Zeiten geträumt. Der Gewinn der Meisterschaft oder die Rückkehr in den europäischen Wettbewerb sind zwar noch immer in weiter Ferne – Platz zehn ist aber drin.

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