Mann gewinnt 10.000€, weil er auf einen Zehner auf einen Hoeneß-Wutausbruch setzte

Berlin (khi) – Manche Personen mögen es Glück nennen, für Johannes L. aus Berlin war es kalkulierter Erfolg. Der 33-Jährige sackte 10.000€ bei einem Sportwetten-Anbieter ein – für „die einfachste Wette aller Zeiten“, wie er sagte. Nach seinem Gewinn möchte der Berliner lieber unerkannt bleiben.

Was war passiert? Ein Rückblick. Im Oktober 2018 krachte es auf einer Pressekonferenz des FC Bayern gewaltig, Präsident Uli Hoeneß teilte gegen alles und jeden aus, was nicht bei drei auf dem Baum war. „Ich meine, so kennt man den Uli ja sonst gar nicht. Er ist doch sonst immer so vernünftig und wohlüberlegt, besonders seit seiner Haftentlassung“, gibt Johannes L. zu Bedenken.

Anschließend fasste er einen Entschluss, der Ihn heute um 10.000€ reicher machte. „Ich setzte 10€ auf einen weiteren Wutausbruch innerhalb der nächsten 12 Monate. Die Quote war echt gering, immerhin war das Ulis erster Ausreißer seit Jahren. Und die Wahrscheinlichkeit, dass das nochmal passierte… Puh, ich hätte am selben Tag wohl noch Lotto spielen sollen“, erklärt der Berliner.

Nach dem Rundumschlag von Uli Hoeneß gegen Barca-Keeper Marc-André ter Stegen und den DFB hat sich L. seinen Wetterlös redlich verdient. Nochmal eine derartige Wette wird er aber nicht eingehen. „Ich meine, der Einsatz war nicht hoch. Aber der Uli sagte ja schon Anfang des Jahres, dass manche Aussagen der Vergangenheit nicht so schlau waren. Das war sicher ein Ausrutscher, der Uli weiß genau, dass er sich sowas nicht mehr leisten kann!“

Niko Kovac ärgert sich, dass er 120-Mio.-Mann Coutinho zu früh eingewechselt hat

Leipzig (khi) – Frust bei FC Bayern-Trainer Niko Kovac: Nach dem bitteren 1:1-Unentschieden bei Bundesliga-Tabellenführer plagen den 47-Jahre Zweifel. Der Grund: Die Einwechslung von Leihspieler Philippe Coutinho, der nächste Jahr für 120 Millionen Euro zu den Bayern wechseln kann.

„Das habe ich verbockt“, sagte Kovac sichtlich angefressen nach dem Spiel. Doch was war passiert? Beim Stande von 1:1 brachte Kovac Hoffnungsträger Coutinho in der 88. Minute. Das Timing hätte nicht schlechter sein können, geht es nach Kovac. „Ich habe ihn zwei Minuten vor Schluss eingewechselt, dabei gab es noch zwei Minuten Nachspielzeit. Hätte ich Philippe in der 91. Minute eingewechselt, hätte er seine Energie gezielt in der letzten Minute einsetzen können, statt sich über vier Minuten auspowern zu müssen.“

Da Coutinho insgesamt vier Minuten spielen musste, konnte er laut Kovac in den entscheiden Momenten nicht mehr 100 Prozent abrufen. „In den entscheidenden Momenten hat einfach die Spritzigkeit gefehlt“, resümiert Kovac. Doch aus Fehlern lernt man – so auch der Coach des FC Bayern. Für das nächste Spiel hat er sich vorgenommen, besser mit dem 120-Millionen-Mann umzugehen. „Am Samstag gegen Köln warte ich mindestens bis zu 90. Minute, bevor ich Coutinho einwechsele“, sagt Kovac. Damit schiebt er einem Einsatz des prominenten Neuzugangs gegen Belgrad am Mittwoch einen Riegel vor: „Der Junge stand vier Minuten auf dem Platz, Schonung ist in den Englischen Wochen das A und O.“

Deutlich zufriedener war Kovac mit der Einwechslung von Jungstar Alphonso Davies. Der 18-Jährige kam in der 63. Minute für Serge Gnabry und überzeugte mit 29 Ballkontakten, 0 Toren und 0 Vorlagen. „Alphonso bringt die Erfahrung aus 10 Pflichtspielen für unsere Profis mit, zudem hat er mindestens 20 Mal Testspiele gegen Gegner wie Rottach-Egern bestritten. Diese Erfahrung ist in so einem wichtigen Spiel unbezahlbar.“ Bei aller Zufriedenheit mit Davies, einen kleinen Makel entdeckte Kovac dann doch: „In so einem wichtigen Spiel hätte ich ihn vielleicht schon zur Halbzeit bringen sollen. Mindestens.“